Döhren-Wülfel Im Kleinen Freien im Heimatbund Niedersachsen e.V.

Döhren im Spiegel der Zeitläufe

Hier gehts zur Urkunde

Erste Erwähnung von Döhren als Thurnithi in einer Urkunde.

1200 - 1300

1366 Erste Erwähnung der Eilenriede.
1355 Döhrener Landwehr entsteht.
1361 Bischofsholer Landwehr wird erstellt.
1369 Streit um das Erbe der Lüneburger Welfen.
1371 Große Privilege für Hannover und das Ende der Burg Lauenrode
1382 Döhrener Turm wird erbaut.
1387 72 Schillinge für den 1. Turmwächter Hardenberg am Döhrener Turm.
1388 Lohn zur Sauberhaltung der Landwehrgräben und deren Umgebung.

1400 - 1500
1500 - 1600
1600 - 1700
1700 - 1800
1800 - 1900
1900 - 2000
1900 - 2000

1480 Der Siebenmännerstein, mit der umstrittenen Jahreszahl 1480, wird erstellt.
1481 Streit zwischen dem Bischof von Hildesheim und der Bürgerschaft. um die Steuer  zur selbst gebrautes Bier.
1485 Kampf um die Macht zwischen Obrigkeit und Bürgerschaft.
1486 Angriff des Herzogs von Braunschweig auf Hannover und die Zerstörung des Döhrener Turmes durch Feuer und Gewalt. Es sterben einige Turmwächter. Der Rat Hannovers spendet zur deren Beerdigung und zahlt für Lebensmittel an überlebende Angehörige, der im Turm verbrannten Turmwächter.
 
1486 Friede wird am 18. Dezember zwischen dem Herzog Heinrich und der Stadt Hannover geschlossen.
1488 Der Döhrener Turm wird wieder aufgebaut; Erinnerungsstein am Turm.
1490 Bündnis zwischen Hannover und anderen Städten am 22. Mai zur gegenseitigen Hilfe Am 23. November zieht Herzog Heinrich der Ältere mit Truppen gen Hannover. Überfall am 24. November wird durch den Bürger Cord Borgentrick vereitelt. Die Stadttore Hannovers bleiben geschlossen. Herzog Heinrich übt furchtbare Rache vor den Toren, bewahrt aber den Döhrener Turm, befestigt die Landwehr im. Umfeld und belagert Hannover 7 Wochen lang.
1491 Im Juli wird ein Friedensvertrag geschlossen, der lange Zeit anhält. Rat, Bürgerschaft und zuständiger Bischof von Minden beschließen, den 24. November künftig als hohen Feiertag zu begehen.

1503 Relief des Heiligen Chrysogonus wird am alten Rathaus Hannovers mitgebracht. Es erinnert mit dessen Namenstag, dem 24. November, an den Tag des Überfalls durch Herzog Heinrich von Braunschweig.
1569 Seit diesem Jahr sind alle Namen der Turmwächter am Döhrener Turm bis in die Neuzeit bekannt.

1618 Der große Krieg beginnt im Lande, der 30 Jahre dauern wird.
1645 Die Liebfrauenkapelle wird abgetragen, 1747/48 ersetzt durch die Gartenkirche St. Marien
1648 Siebenmännerstein mit dem Kleeblatt Hannovers, wird vom Friedhof der Marien / Liebfrauenkapelle zur Aegidienkirche umgesetzt und dor

1648 Ende des 30jährigen Krieges, der viel Leid un d Zerstörung in unsere Lande brachte und die Trennung unseres gemeinsamen Glaubens.

1671 Das “Kleine Freie” entsteht, südlich der Grenze Hannovers am Döhrener Turm, mit den Dörfern Döhren Wülfel, Laatzen und deren Mutterkirche St. Petri. Mauritius Feseke, Pastor in St. Petri schreibt die erste Chronik Döhrens über besondere Ereignisse im Dorfe.

1672 Gutsherr Simon de La Chevallerie wird unter Johann Friedrich von Callanberg Rittergutsbesitzer in Wülfel, dort im neu entstandenen, Kleinen Freien.

1670 Der Wirt am Döhrener Turm, Hans Mädeleld, wird Opfer eines Degenwurfes.

1692 Herzog Ernst August erwirbt die Kurwürde Hannovers

 

1711 Seine Frau Sophie wird Königin von England.
1714 Kurfürst Georg Ludwig von Hannover wird als Georg I. König von Großbritannien, die Personalunion besteht bis 1837.
1720 Das spätere Stadtoberhaupt Hannovers, Christian Ulrich, erstellt ein Verzeichnis des städtischen Besitzes, das “Corpus Bonorum Civitatis.”
1723 Der Kammerschreiber Johann Heinrich Redeker beginnt die bedeutendste Chronik Hannovers aus dem 18. Jahrhunderts das ,Colectanea Hannoverana, er beschreibt darin auch den Döhrener Turm und die Landwehr.
1745 Hannover legt eine schnurgerade Landstraße vom Aegidientor bis zum Döhrener Turm an der erste Teil der “Hildesheimer Chaussee” entsteht.
1758 Französische Husaren sind im Anmarsch, der Turmwächter erhält Verstärkung.
1768 Die Hotopfs, Vater und Sohn, sind die letzten Wächter im Döhrener Turm bis 1837.
1800 Das Wohnhaus am Döhrener Turm wird durch ein neues ersetzt.

t erhalten.




1810 Jerome, der Bruder Napoleons, baut die Hildesheimer Chaussee schnurgerade weiter vom Döhrener Turm aus bis zum nördlichen Rand des Dorfes Wülfel. Der Döhrener Turm ist eine Wege und Zollstation.
1810 Julius Frans Salzenberg malt das Bild vom Döhrener Turm mit Blick über die neue Straße bis nach Hannover (im Historischen Museum),.
1820 Eine wertvolle Gouache wird vom Maler Willes erstellt. Sie zeigt den Döhrener Turm mit seinem damaligen Umfeld mit Blick zum Aegidientor, in der Feme ist die Mühle auf dem Lindener Berg zu erkennen. Die Gouache tauchte in der Antiquitätenausstellung 1981 in Herrenhausen auf. Eine Spendenaktion rettete das Bild für Hannover. Es wurde erworben und dem Historischen Museum als Geschenk überreicht.
1836 Traditionspflichten werden im ,Kleinen Freien' erfüllt, als die Braut des König Georg von Hannover zur Hochzeit kommend, durch Laatzen, Wülfel Döhren anreist.
1837 Die Wächterstelle wird seit dieser Zeit nicht mehr besetzt.
1838 Die Waldwirtschaft ,Döhrener Turm' wird von dem hannoverschen Bürger Eduard Wilhelm Ludewig gepachtet.
1840 Johann Dettmer, der hannoversche Waggonwagenfabrikant, gründet die Ziegelei in Döhren, nahe des Döhrener Turmes.
1850 Friedrich Willmer übernimmt mit seiner Frau Auguste, geborene Dettmer, die Ziegelei Willmer führt das Unternehmen zur größten Ziegelei, erreicht einen bedeutenden Wohlstand fiir sich und seine Familie.
1851 Männer gründen die Schützenvereinigung Döhren e.V. im Kleinen Freien. Der Döhrener Turm wird ihr Vereinssymbol.
1866 Das Königreich Hannover wird von Preußen annektiert, König Georg V. von Hannover muss fliehen. Das ,springende Pferd' erinnert an das Land Hannover, ist ein bedeutendes Symbol.
1872 Die erste Fahrt mit der Pferdebahn startet am Döhrener Turm. Der Betriebshof der Pferdebahn wird in der Nähe des Döhrener Turmes aufgebaut.
1872 Die Döhrener Wolle gründet sich, sucht Arbeitskräfte und die kommen aus dem Obereichsfeld. Sie bringen ihr Brauchtum, ihre Tradition und ihre katholische Religion mit.
1873 Verlängerung der Pferdebahnstrecke bis nach Herrenhausen.
1878 Das Bronzepferd wird mit preußischer Genehmigung vor der heutigen Universität aufgestellt. Friedrich Willmer wird Mitglied der Ritterschaft des Calenberg Landes.
1879 Rittergutsbesitzer Willmer plant mit dem Architekten Karl Börgemann, in Abstimmung mit seinem Sohn Gustav Willmer, den Bau eines großen Herrenhauses.
1879 Die Gaststätte ,Döhrener Turm betreibt bis 1895 der August Friedrich Wilhelm Heidkamp. Sie ist ein beliebtes Ausflugsziel der Hannoveraner.
1884 Es entsteht die “Tränenburg”, das Schloss der Familie Willmer, mit 75 Zimmern.
1889 Der Döhrener Turm wird von Grund auf erneuert. Er bekommt eine vierte Etage aufgesetzt und einen neuen Turmaufsatz. Neben dem Turm befanden sich Wohngebäude und Stallungen, für die Holzwärter. Ein großer Saal in neugotischer Backsteinarchitektur und eine Terrasse werden gebaut.
1890 Große 400-Jahr-Feier Hannovers am 24. November anlässlich der Errettung Hannovers 1490, mit Böllerschüssen, festlichen Reden und Illumination des Döhrener Turmes.
1893 Geburtsstunde der Straßenbahn Hannover AG. Elektrifizierung der Strecke bis Leinhausen.
1894 Die Willmer benennen ihr Rittergut Döhren 11 in Waldhausen um, ein neuer Ortsteil entsteht.
1896 Die ,Kaffeewirtschaft' am Döhrener betreibt Alexander Glahn. Es ist die Zeit, da Familien, ganze Schulklassen ins Grüne mit Butterbrotpaketen zum Döhrener Turm wanderten.

1901 Güterbahnhof der Straßenbahn wird in Döhren ,Am Pulverturm' gebaut. Die Straßenbahnlinie vom Döhrener Turm bis zum Kröpke erhält die Nummer: 1.
1907 Die Dörfer Döhren und Wülfel werden mit ihren Ortsteilen in die Stadt Hannovereingemeindet. Laatzen wird zur eigenständigen Stadt.
1909 Eine Eisenbahnstrecke wird südlich des Döhrener Turmes gebaut. Diese Linie zerschneidet die Stadtteile Döhren und Waldhausen.
1921 Es gründet sich die Uestra AG. Zahlreiche neue Industriebetriebe im Bereich Döhren - Wülfel machen eine Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr erforderlich.
1927 Nach zweijähriger Bauzeit entsteht an der Peiner/Hildesheimer Straße ein neuer Betriebshof der Uestra AG in Döhren.
1934 Der Maschsee wird unweit des Döhrener Turmes geplant.
1935 Der Maschsee wird gebaut und 1936 eingeweiht. Eine breite Grünverbindung entlang des Döhrener Turmes von der Eilenriede bis zum Maschsee entsteht.
1936 Die neue Gaststätte am Maschsee, die heutige ,,Insel", entsteht. Sämtliche Wirtschaftsgebäude, auch das beliebte Gasthaus am Turm werden abgebrochen. Der Döhrener Turm soll alleine wirken'.
1939 Der 11. Weltkrieg beginnt und dauert bis 1945.
1942 Hannover gedenkt am 24. November des ,Heldentums hannoverscher Bürger im Jahre 1490'
1943
Der Döhrener Turm wird durch Spreng- und Brandbomben schwer beschädigt.
1945 Ende des 11. Weltkrieges. Der Döhrener Turm ist dem Verfall preisgegeben.
1949 Der Turm wird notdürftig ausgebessert, durch das Engagement des ,Heimatbundes' bewahrt
1954 Der Südschnellweg wird südlich des Döhrener Turmes geplant.
1957 Die Hildesheimer ,Chaussee' wird in ,Straße' unbenannt, ein Stück Tradition geht verloren.
1965 Die Zukunft der U-Bahn deutet sich an.
1971 Die, Tränenburg' , das kulturhistorisch wertvolle Schloss Willmer wird abgerissen
1975 Das Jahr des Denkmalschutzes. Christel Wiedemann restauriert in aufwendiger Aktion - auf eigene Kosten - den Döhrener Turm und bewahrt ihn der Nachwelt.
1976 Fertigstellung und Einweihung des wieder hergerichteten Döhrener Turmes. Ein Glanzpunkt
1978 Rangelei über den Standort und die Gestaltung ,rund um den Döhrener Turm. Bürger planen eine große, breite, grüne Insel für den historischen Turm.
1981 Der Arbeitskreis der VHS ,Döhren wird verändert' mit ihren beiden Sprechern, erhalten gemeinsam mit der Landeshauptstadt Hannover beim Wettbewerb "Bürger es geht um Deine Gemeinde" einen Landes und Bundespreis. Eine Plakette wird am Döhrener Turm
1982 600 Jahre Döhrener Turm'. Eine große Feier wird mit der Eröffuung der neuen U-BahnStrecke am 26. September mit vielen Akteuren und Aktionen gestartet. Die" 7 Spartaner" sind dabei. Etwa 100 000 Menschen nehmen an den unwiederbringlichen Feierlichkeiten teil. Großes Tauziehen um den Turm zwischen den Südstädtern und Döhrenern.
1982 Die HaltsteIle der Verkehr betriebe heißt seit dem 26. September wieder ,Döhrener Turm',wie einst 1872, vor 110 Jahren.
1982 Am 26. September entsteht ein Erinnerungsgemälde durch einen Künstler, Erwachsene undKinder. Ab 2006 dauerhaft verwahrt in der ,Sophien-Residenz-Leineaue-, Wiehbergstraße 49
1990 Vor 500 Jahren, am 24. November 1490, Rettung Hannovers. Nichts geschah.Die traditionsreichen, historische Ereignisse blieben vergessen, obwohl die ,,HannoverscheAllgemein Zeitung" daran erinnerte.

2003 Der Wein am Turm wird zerstört und durch Döhrener Karnevalisten neu gepflanzt.
2006 Ein riesiger Findling wurde auf der hohen Geest in Wülfel am Rande der Leineaue mitten, Im Kleinen Freien" entdeckt. Er lagert jetzt auf dem Platz vor der Wiehbergstraße 49, dem "Treffpunkt geschichtsinteressierten Menschen". Hier in der Sophien-Residenz-Leineaue ist eine Dauerausstellung zum Thema: ,Der Döhrener Turm und sein Umfeld'.
2007 Mit einem großen Fest wird die 100-jährige Eingemeindung Döhren-Wülfels nach Hannover gefeiert.

Zurück

     Webmaster:    

Döhren-Wülfel Im Kleinen Freien

Letzte Aktualisierung:

26.03.2012

Copyright 2012 Döhren-Wülfel Im Kleinen Freien im Heimatbund Niedersachsen e.V.